Sonntag, 7. September 2014

Die letzten 2 Monate!

Hallo zusammen!

Ich habe lange nichts geschrieben und das tut mir auch echt leid.

In den letzten 2 Monaten ist nochmal richtig viel passiert und deswegen möchte ich davon berichten.
Erst einmal war noch Schule und meine Gastgeschwister hatten noch viele Baseball- und Softballspiele. Bei den Spielen war ich immer dabei und habe Taylor und Wyatt angefeuert.

Zwischendurch war in Louisiana - Alexandria ein Tornado, weswegen wir 3 Tage lang keinen Strom hatten. Zu dem Zeitpunkt war es ausnahmsweise mal kalt in Louisiana und wir hatten keine Heizung. Aufgrund des Stromausfalles waren wir dafür viel unterwegs, zum Beispiel shoppen und im Kino. Beim Shoppen habe ich mir mein Kleid für Prom, also den Abschlussball der Zwölftklässler gekauft.

Dieser Ball sollte eine Woche später stattfinden.
Der "Prom-Day" war ein Samstag und ich bin morgens ganz normal aufgestanden, habe mit meiner Gastfamilie gefrühstückt und dann habe ich angefangen mich fertig zu machen. Später kam meine Gastschwester dazu und hat mich geschminkt und meine Haare gemacht.
Gegen 17.00 Uhr kam dann mein "Date", Ramiro, um Fotos zu machen und mich abzuholen. Nachdem die Fotos fertig waren, ist er mit mir zu "Applebees", einem Restaurant gefahren. Dort hat er mir das Essen bezahlt und danach ging's auf zum Flughafen, wo der Ball stattfinden sollte.
Dort wurde getanzt, gegessen und Spaß gehabt. Gegen 22.30 Uhr wurden dann Prom-Queen und Prom-King ausgelost. Die beiden Ausgewählten hatten dann einen Ehrentanz und wurden von allen Anwesenden gefeiert.
Danach sind fast alle zu den After-Parties gefahren. Da ich zu keiner Party fahren durfte hat Ramiro mich nach Hause gebracht und ist dann alleine zu einer der After-Parties gefahren.
Ich bin dann totmüde ins Bett gefallen, weil das echt ein anstrengender Tag war.
Es war echt eine unglaubliche Erfahrung und typisch amerikanisch. :)







Danach war wieder Schule und es wurde nur über den Prom geredet. Es war wie im Film. It's called High-School-Gossip.

Zur selben Zeit waren gerade Osterferien in Nordrhein-Westfalen und meine Familie war in Österreich zum Skifahren. In solchen Momenten ist es ziemlich hart Austauschschüler zu sein weil man dann doch im normalen Familienleben fehlt und man merkt dass es zuhause fast normal weiterläuft, auch wenn man selbst nicht dabei ist.
Aber dafür lebt man selbst den American Dream und das ist einfach unbezahlbar!

Am letzten Schultag vor den Osterferien in den USA war AAA-Day (Triple-A-Day). Alle Schüler die Sport für die Schule gemacht habe, oder herausragende Schüler wurden geehrt. Ich habe eine Auszeichnung für's Fußballspielen bekommen.


In den Osterferien war ich fast jeden Tag mit meiner Gastschwester Taylor laufen und Tennis spielen.

Ostersonntag kam die ganze Familie zum Essen und es war ein richtig schöner Tag. :)

In der zweiten Woche der Osterferien sind wir nach New Orleans gefahren. Die Amerikaner bezeichnen es als das zweite, kleinere Paris.
New Orleans ist wunderschön!
     Tag 1: Cathedral-Brasilica of St. Louis King of France und French Quater
     Tag 2: French Market
     Tag 3: Taylor's Softballspiel und Baton Rouge
     Tag 4: Rückfahrt







Als wir wieder zuhause waren, haben wir Sachen ausgepackt und danach alles für einen Garagenflohmarkt vorbereitet. Nach den zwei Tagen Garagenflohmarkt haben wir die übriggebliebenen Sachen zu Goodwill, also einem Second-Hand-Laden gebracht.

Danach hat die Schule wieder begonnen.

Dann war Pre-Departure-Orientation, also die Verabschiedung von den Austauschschülern in Louisiana von unserer Koordinatorin. Dort wurde ich dann zum "Exchange-Student Of The Year" benannt.


Anfang Mai war der letzte Schultag der Seniors und somit waren wir Austauschschüler die einzigen in unserer Stufe.
Somit war es richtig langweilig in der Schule. Wir hatten keinen Unterricht mehr, mussten aber trotzdem zur Schule kommen.

Am 16. Mai war nicht nur mein Geburtstag, sondern auch Graduation, also Schulabschluss der Seniors. Graduation ist, wenn diese Anzüge mit den Hüten getragen werde, die dann zum ende hin hochgeworfen werden. Und da war ich dabei. Wie im Film.





Am 20. Mai durfte ich einmal in meiner eigenen Kleidung, also nicht in Schuluniform zur Schule, weil ich bei einem Test gut war.

Der 23. Mai war der letzte Schultag für alle. Somit war mein Jahr an einer amerikanischen High-School zu Ende. Der Tag war so traurig. Schüler und Lehrer haben geweint und wir Austauschschüler auch.





Höchstens 10 Tage nach Schuljahresende musste ich abreisen. Mein Flugtermin war der 1. Juni.
Bis zum 1. Juni hatte ich noch eine wundervolle Zeit mit meiner Gastfamilie, aber besonders mit meiner Gastschwester. Sie ist mir so sehr ans Herz gewachsen.
In der letzten Woche bis zu meinem Flug haben wir jeden Abend bis 4 oder 5 Uhr morgens in meinem Zimmer gesessen, uns unterhalten und vor allem ganz viel gelacht.




Wir waren noch mal shoppen, Eis essen, Tennis spielen, Laufen und haben noch einmal so viel unternommen um die letzte Zeit zu genießen.

Dann kam der 1. Juni. Der erste Juni war der Tag auf den ich mich seit fast einem Jahr gefreut habe. Und als er da war wäre ich am liebsten noch viel länger geblieben und war so traurig dass ich gehen musste. Morgens haben wir mit allen die letzten Fotos gemacht und meine Gastmutter hat mir eine Kette geschenkt.
Als ich mich am 12. August von meiner Familie verabschiedet habe, wusste ich dass ich meine Familie und Freunde in 10 Monaten wieder sehen werde, aber bei meiner Gastfamilie weiß ich das nicht.



Am Flughafen musste ich meinen Koffer abgeben, der viel zu schwer war und ich somit am Flughafen Sachen wegschmeißen musste.
Danach mussten wir warten. Wir haben zusammen gelacht, aber noch viel mehr geweint. Als mein Flug aufgerufen wurde, war es am schlimmsten. Ich musste wirklich gehen. Ich habe mich von allen noch einmal verabschiedet, ganz viel geweint und dann bin ich in Richtung Sicherheitsbereich gegangen.
Total verheult bin ich dann ins Flugzeug gestiegen. Dies war einer der traurigsten Tage in meinem Leben.

Bis dann,

Marei :)

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